Referenz

Planung des Krankenhauslogistiksystems und Ausschreibungsunterstützung für das Klinikum Malmö

Unterstützung bei Planung und Ausschreibung eines Krankenhauslogistiksystems, einschließlich FTS-Koordination, technischer Spezifikation, Lieferantendialog, Bewertung und Systemplanung in einem komplexen Aufbau mit mehreren Herstellern.

Fahrerlose Transportfahrzeuge befördern Warenwagen durch einen Krankenhausflur

Projektüberblick

Das Klinikum Malmö benötigte Unterstützung in der Verhandlungsphase einer EU-Ausschreibung für ein Krankenhauslogistiksystem. Das Projekt umfasste die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen, die technische Spezifikation, die Lieferantenkoordination und die Bewertung der Angebote.

Ein zentraler Teil der Aufgabe war die Definition der FTS-Leitsteuerung in einem Umfeld, in dem zwei oder mehr FTS-Hersteller im selben Krankenhauslogistiksystem arbeiten sollten. Das erforderte einen strukturierten Umgang mit Schnittstellen, Systemlogik, Transportflüssen und künftiger Betriebssicherheit.

Das Projekt verband Ausschreibungsstruktur, technische Planung und Logistikkoordination in einem komplexen Gesundheitsumfeld, in dem Dokumentation und betriebliche Realität zusammenpassen mussten.

Kunde: Klinikum Malmö

Schwerpunkt: Krankenhauslogistiksystem

Umfang: EU-Ausschreibung mit Verhandlung

Rolle: FTS- und Logistikspezialist

Die Herausforderung

Das Projekt bestand aus mehr als dem Verfassen von Ausschreibungsunterlagen. Betriebliche Bedarfe mussten in ein strukturiertes, regelkonformes Ausschreibungsverfahren übersetzt und gleichzeitig unnötige Komplexität für die Lieferanten reduziert werden.

Das Krankenhaus brauchte ein Krankenhauslogistiksystem, das einen effizienten internen Transport trägt und zugleich die technischen und betrieblichen Herausforderungen eines FTS-Umfelds mit mehreren Herstellern bewältigt. Umso wichtiger waren klare Spezifikationen, belastbares Schnittstellendenken und gut definierte Bewertungskriterien.

Die Ausschreibung musste zudem den formalen Anforderungen einer EU-Ausschreibung mit Verhandlung genügen, was zusätzliche Ansprüche an Dokumentation, Struktur und Lieferantenkommunikation stellte.

Krankenhauslogistiklösung mit Regalen, Transportwagen und fahrerlosen Transportfahrzeugen
Das Klinikum Malmö vom Haupteingang aus gesehen

Rolle und Beitrag

Søren Clausen begleitete das Projekt als FTS- und Logistikspezialist und arbeitete während des gesamten Ausschreibungs- und Spezifikationsprozesses eng mit der Projektleitung zusammen.

Seine Rolle umfasste technischen wie kaufmännischen Input, mit klarem Fokus darauf, die Ausschreibungsunterlagen klarer und relevanter zu machen und den Lieferanten die Antwort zu erleichtern, ohne Qualität oder Regelkonformität zu schwächen.

Die Arbeit verband Verständnis für den Betrieb, Ausschreibungsstruktur, Lieferantendialog und technisches Systemdenken zugunsten eines komplexen Krankenhauslogistiksystems.

Leistungsumfang

Die Aufgabe umfasste:

Erstellung der technischen und kaufmännischen EU-Ausschreibungsunterlagen nach den Regeln für eine EU-Ausschreibung mit Verhandlung
Unterstützung bei FAT- und SAT-Tests der Installation
Input zur technischen Spezifikation der FTS-Logistiklösung
Dialog mit FTS-Lieferanten während des Verfahrens
Optimierung der Transportlogik auf Basis von Zeitanforderungen und betrieblichen Anwendungsfällen
Technische Klärung von Fördersystemen und Wagenschnittstellen, um künftige Schnittstellenprobleme zu reduzieren
Input zum Inhalt des Servicevertrags für die Ausschreibung
Bewertung der Lieferantenangebote anhand definierter Anforderungen und Ausschreibungsregeln
Input zur Architektur des FTS-Leitstands auf Basis der Prinzipien von VDA 5050

Wie das Projekt angegangen wurde

Die Arbeit zielte darauf, das Ausschreibungsverfahren präziser, relevanter und für Auftraggeber wie Lieferanten leichter handhabbar zu machen.

Das bedeutete, unnötiges Material zu streichen, technische Beschreibungen zu schärfen und die Struktur der Ausschreibungsunterlagen zu verbessern. Zugleich musste die Lösungslogik reale Transportbedarfe und die künftige Abstimmung mehrerer FTS-Systeme im gesamten Krankenhauslogistiksystem abbilden.

Das Projekt erforderte zudem einen engen Lieferantendialog und technische Klärung, um Schnittstellenrisiken früh zu senken. Das schuf eine bessere Grundlage für Bewertung und spätere Umsetzung.

01

Logistikbedarfe klären

02

Ausschreibungsunterlagen strukturieren

03

Lieferantendialog und Bewertung begleiten

04

Schnittstellenrisiko für die Umsetzung senken

Autonomer mobiler Roboter zieht einen Warenwagen durch einen Krankenhausflur

Technische Schwerpunkte

Ein zentraler Teil des Projekts war sicherzustellen, dass der technische Rahmen die langfristige Betriebssicherheit eines komplexen Krankenhauslogistiksystems trägt.

Koordination der FTS-Leitsteuerung über mehrere Hersteller hinweg

Schnittstellenrisiken zwischen FTS, Fördertechnik und Wagensystemen

Optimierung der Transportflüsse nach realen betrieblichen Bedarfen

Klarheit der Ausschreibungsspezifikation

Bewertungslogik und Abstimmung mit den Lieferanten

Solche Arbeit erfordert mehr als Ausschreibungserfahrung allein. Sie verlangt praktisches Logistikverständnis, technisches Urteilsvermögen und die Fähigkeit, Dokumentation mit der betrieblichen Realität zu verbinden.

Ergebnisse

Das Ausschreibungsverfahren für das Krankenhauslogistiksystem wurde durch eine fokussiertere und effizientere Struktur verbessert. Zu den zentralen Ergebnissen zählen:

40 % weniger

Angebotsumfang in der ersten Runde

Schnelleres Ausschreibungsverfahren

durch schlankere Unterlagen und Struktur

Bessere Reaktionszeit der Lieferanten

gestützt auf klarere Rückmeldeschleifen

Tragfähigere Systemgrundlage

für die FTS-Koordination mehrerer Hersteller

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Søren Clausen, Berater für Produktion und Betrieb